Moutarde Rouge Metis und andere Asiaten

Sie stammen aus der fernöstlichen Küche und lassen sich auch bei uns gut anbauen. Als Asia-Salate werden bei uns verschiedene, meist als Blatt genutzte Gemüsearten bezeichnet. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Farben. Die jungen Blätter schmecken aufgrund ihrer Senföle sehr würzig. Vor allem der Blattrettich und der Moutarde Rouge Metis gehören zu dem Sortiment, das ich in jedem Jahr in meinem Garten haben muss. Die Pflanzen sind schön anzusehen, gedeihen in rasantem Tempo und sind vielseitig in Salaten oder Gemüsegerichten verwendbar.

Der Geschmack des Blattrettich erinnert an Meerrettich, ist dabei aber nicht so scharf wie sein Namensbruder. Moutarde Rouge Metis sieht fast aus wie roter Ruccola, geht auch in diese Geschmacksrichtung, ist dabei aber milder. In unserem Nachbarschaftsgarten im Antonsviertel, den ich zusammen mit Kindern angelegt habe, sind die zarten Blättern beider Sorten beliebt. Sie naschen davon und sind ganz stolz, wenn sie die richtigen Namen aufsagen können.

Asia-Salate sind sehr leicht zu kultivieren. Eine Aussaat im Freiland ist von März bis September möglich, in einem ungeheizten Foliengewächshaus sogar bis Mitte November. In guter Erde gesät, bilden Asia-Salate schon nach wenigen Wochen reichlich Biomasse. Wer den Anbau geschickt staffelt, hat auf diese Weise eine ganzjährige Ernte. Ähnlich wie beim Ruccola bilden sich zahlreiche Blüten. Einen Teil davon breche ich aus, damit die Blattproduktion weiter anhält. Einen Teil der Blüten lasse ich zu Samenständen ausbilden und sichere mir so das Saatgut. Es kommt im Folgejahr wieder in die Erde oder dient als Keimsaat, um Sprossen heranzuziehen.

Erstellt für die Kolumne »Gartenstadt« von a3regional.de.

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