Hörnchenkürbisse aus Peru

Die grünen Bohnen sind abgeerntet und die Kartoffeln aus dem Boden geholt. Aber die Inkagurke, auch Hörnchenkürbis genannt, wird noch nicht müde und liefert unentwegt gelbgrüne Früchte.

Bis weit in den Herbst hinein trägt das einjährige Kürbisgewächs in meinem Garten die igel-ähnlichen Früchte in großer Zahl. Erst mit dem Frost wird es vorbei sein, aber bis dahin haben wir hoffentlich noch ein paar Wochen Gartenglück.

Die Früchte können roh wie Gurken oder gekocht gegessen werden. Am Liebsten zupfe ich die noch kleinen Hörnchen direkt von der Pflanze und stecke sie in den Mund. In unserem Nachbarschaftsgarten im Antonsviertel hat es sich herum gesprochen, dass sie so am Besten schmecken. Auch die Kinder haben die Köstlichkeit entdeckt und halten regelmäßig nach den Inkagürkchen zwischen den dicht gewachsenen Ranken Ausschau. Weil sie so beliebt sind, werden wir wohl im nächsten Jahr noch mehr davon anbauen müssen.

Die Pflanzen brauchen ordentliche Rankhilfen. Bis zu 10 Meter lang können die wärmeliebenden Triebe wachsen. Die Blätter der Inkagurke sind handgroß und tief gelappt. Die männlichen Blüten wachsen nach oben aufrecht und die weiblichen direkt darunter in der Blattachse. Am besten gedeiht die Inkagurke etwas geschützt an einer Südwestwand. Aber auch auf dem Balkon lässt sie sich in einem großen Topf gut anbauen. Ab Ende Juli erscheinen die ersten Früchte. Auch die jungen Ranken schmecken angenehm – zum Beispiel im Salat.

Ältere Gurken sind sind knackig wie Paprika und bilden harte Samen, die vor dem Verzehr besser entfernt werden. Man findet zahlreiche Rezepte, wie größere Schoten mit Fleisch oder Frischkäse gefüllt werden können. Mir ist das zu viel Aufwand. Größere Früchte verarbeite ich zum Beispiel zusammen mit Kürbis, Tomaten und Ingwer zu einem feinen Gemüseragout. Püriert dienen sie auch als Grundlage für einen Smoothie. In Peru werden die Hörnchenkürbisse von den Urbevölkerung seit Jahrhunderten als Gemüse verwendet und auch als Heilmittel. Die Pflanze wirkt cholesterin- und blutdrucksenkend und enthält immunstärkende Substanzen. Im Handel ist sie kaum erhältlich. Der eigene Anbau lohnt sich also! Dabei ist eine Voranzucht im Haus empfehlenswert, denn da sich die Früchte relativ spät bilden, kann man so die Vegetationsperiode verlängern und ein üppigere Ernte erwarten.

Erstellt für die Kolumne »Gartenstadt« von a3regional.de.

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