Frauen an die Macht – die Frauenbewegung(en) in Deutschland

Logo KültürtageIm Rahmen des Programmes der Deutsch-türkischen Kültürtage Augsburg hielt ich am 4. November 2010  einen Vortrag, in dem ich die verschiedenen Frauenbewegungen in Deutschland beleuchtetet.

Die Erste Frauenbewegung entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Märzrevolution. Als Gründerin gilt Luise Otto Peters, die sich für Freiheit, Gleichheit und Bildung einsetzte und für eine „sittliche Höherentwicklung des Individums“. Die Juristin Anita Augspurg und andere engagierten sich für das Frauenwahlrecht, das mit dem Ende des Kaiserreichs dann auch für Frauen galt. Während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 wurden die Frauen durch die NSDAP systematisch aus allen öffentlichen Bereichen und Ämtern entfernt. Alle Frauenorganisationen wurden zerschlagen.
Die Neue Frauenbewegung der BRD formierte sich ab 1968. Es entstanden Frauenzentren, Antigewaltprojekte, Bildungsoffensiven und Gleichstellungsstellen.
In den 80-er Jahren bildeten sich in der DDR informelle Frauengruppen – vor allem im kirchlichen Raum  und als Friedens- und Alternativbewegung.

Co-Referentinnen in der Veranstaltung waren Esin Tekirge, Herausgeberin des Ari-Magazins. Sie sprach über die Türkische Frauenbewegung. Die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz berichtete von ihren eigenen Erfahrungen als Frau und Migrantin in der politischen Welt.

Die Folien zum Vortrag gibt es hier: THOMA Frauenbewegung Deutschland (1,7 MB)