Film „Die Schuld eine Frau zu sein“

Mukhtar MaiIm Rahmen des bundesweiten Filmfestivals “überMacht” der “Aktion Mensch” habe ich für die Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen für den 13.5.2009 diesen Film organisiert.

Beschreibung: “Die Schuld eine Frau zu sein” (Pakistan/USA) wurde nach dem gleichnamigen Buch von Mukhtar Mai gedreht. Mukhtar Mai wurde als Mädchen vergewaltigt.

In der rückständigen und verlassenen Region, in der sie wohnt, wird von den aus Rache geschändeten Frauen erwartet, dass sie den Rachakt als persönliche Schande annehmen und Selbstmord begehen. Mit der aktiven Unterstützung des islamischen Geistlichen kämpft die junge Frau jedoch gegen den Lauf der dörflichen Tradition. Tatsächlich werden die Vergewaltiger angeklagt.
Bald zog Mukhtar Mais ungeheuerlicher Widerstand die Aufmerksamkeit der lokalen Medien und Politiker auf sich, was ihr anfangs zusätzliche Unterstützung brachte. Die Regierung zahlte ihr sogar eine Entschädigung. Mit dem Geld gründete die junge Frau, die selbst Analphabetin war, in ihrem Dorf ein Schule. Die Regierung lässt sogar eine Straße bauen und das Dorf mit Elektrizität versorgen. Auch die westlichen Medien werden auf ihren Fall aufmerksam. Mukhtar Mais ungewöhnlich mutige Geschichte wurde in der New York Times erzählt und bald lief die Nachricht von einer emanzipierten Selbstbehauptung im Umfeld einer archaischen Gemeinde um den Globus.
Mukhtar Mais Geschichte ist ein Dokument des friedfertigen Widerstandes gegen die verschiedenen Zumutungen der Macht.

Der Regisseur Mohammed Naqvi war bei der Filmvorführung anwesend und wir konnten mit ihm im Anschluss diskutieren. Am Nachmittag gab es noch eine Stadtführung für den aus Pakistan stammenden Gast, der heute in New York lebt.