Ein Denkmal an die Zukunft

Die Lokale Agenda 21 für ein zukunftsfähiges Augsburg ist ein wichtiges Netzwerk, das sich seit Jahren im Nachhaltigkeitsbereich engagiert. Ein paar Jahre lang war ich selber Sprecherin des Agendateams. Am 18. November habe ich die Baumpflanzungsaktion in der Grünanlage am Curt-Frenzel-Stadion anlässlich des 20-jährigen Bestehens besucht. Entstanden ist ein kleiner öffentlicher Ort mit Obstbäumen und Sitzsteinen zum Ausruhen und Nachdenken als »Denkmal an die Zukunft«. In wenigen Jahren können dann dort Pflaumen, Äpfel und Quitten von allen Bürgerinnen und Bürgern geerntet werden. Finanziert wurden die drei Obstbäume aus dem Nachlass von Karin Kiehstaller aus Augsburg-Oberhausen. Die Grünanlage hat eine deutliche Aufwertung erfahren. Da es bisher keine offizielle Bezeichnung für das Stück Grün gab, erhielt es kurzerhand den Namen »Agendaplatz«. Stadtforscher Wolfgang Krauß wies darauf hin, dass der Platz im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ein Richtplatz war, an dem auch Dissident*innen hingerichtet worden waren. Am 25. April 1528 fand zum Beispiel Hans Leupold, der der Bewegung der Wiedertäufer angehörte, hier den Tod.

In dem Beitrag kommen zu Wort: Johannes Enzler (AG Biostadt und der Solidargemeinschaft Unser Land), Ute Michalik (Agendasprecherin, Fairtradestadtinitiative und AK Papierwende), Norbert Stamm (Büro für Nachhaltigkeit), Reiner Erben (Umweltreferent), Tine Klink (Ak Urbane Gärten), Irina Ebert (Amt für Grünordnung und IG Streuobstwiesen), Pia Härtinger (Stadträtin, SKM Sozialdienst Katholischer Männer), Wolfgang Krauß (Stadtforscher).

  1. Radio urbane Intervention: Ein Denkmal an die Zukunft

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